Rückfluss
Als Rückfluss werden sämtliche Zahlungen an den Anleger zusammengefasst. Der Begriff unterscheidet nicht zwischen Ertrag, Kapitalrückzahlung und Veräußerungserlös.
Der Rückfluss ist ein wirtschaftlicher Sammelbegriff für Zahlungen, die ein Anleger aus seiner Beteiligung erhält. Dazu können laufende Ausschüttungen, Kapitalrückzahlungen, Veräußerungserlöse oder Schlusszahlungen während der Liquidation gehören.
Ein Rückfluss ist nicht automatisch Gewinn. Für eine einfache nominale Betrachtung werden zunächst alle Einzahlungen – einschließlich Agio und gegebenenfalls weiterer Kosten – den erhaltenen Zahlungen gegenübergestellt. Erst ein darüber hinausgehender Betrag wäre nominal ein Überschuss. Der Zeitpunkt der Zahlungen, Inflation, Steuern und alternative Anlagemöglichkeiten bleiben bei dieser vereinfachten Rechnung unberücksichtigt.
Auch die Bezeichnung in einer Mitteilung ist nicht allein entscheidend. Eine als „Ausschüttung“ bezeichnete Zahlung kann wirtschaftlich teilweise aus zurückgeführtem Kapital bestehen. Umgekehrt können Veräußerungserlöse sowohl Kapitalrückzahlung als auch Wertzuwachs enthalten.
Für die Prüfung sollten Anleger Zahlungsnachweise, Ausschüttungsmitteilungen, Kapitalkonten und Jahresberichte chronologisch zusammenstellen. So lässt sich nachvollziehen, welche Beträge tatsächlich geflossen sind und welche wirtschaftliche oder rechtliche Einordnung der Fonds selbst vorgenommen hat.