Anschlussfinanzierungsrisiko
Das Anschlussfinanzierungsrisiko besteht, wenn auslaufende Kredite nur zu schlechteren Bedingungen, in geringerem Umfang oder gar nicht verlängert werden können.
Viele Fondsinvestitionen werden teilweise mit Fremdkapital finanziert. Läuft ein Darlehen vor dem geplanten Verkauf oder Ende der Beteiligung aus, muss es zurückgezahlt oder durch eine neue Finanzierung ersetzt werden. Daraus entsteht das Anschlussfinanzierungsrisiko.
Sind Zinsen gestiegen, Bewertungen gesunken oder Erträge schwächer als erwartet, kann eine neue Finanzierung teurer oder nur mit zusätzlichen Sicherheiten erhältlich sein. Kreditgeber können außerdem niedrigere Beleihungsgrenzen oder zusätzliche Tilgungen verlangen.
Scheitert die Refinanzierung, kann ein Verkauf unter Zeitdruck notwendig werden. Das erhöht das Risiko, dass Vermögenswerte zu ungünstigen Preisen veräußert werden. Bei Zielfonds kann dieses Risiko mittelbar und für Dachfondsanleger schwerer erkennbar sein.
Anleger sollten Kreditlaufzeiten, Zinsbindung, Tilgung, Beleihung und Reserven gemeinsam betrachten. Eine langfristige Fondslaufzeit bedeutet nicht automatisch, dass auch sämtliche Finanzierungen bis dahin gesichert sind.