Fremdkapitalquote
Die Fremdkapitalquote zeigt, welcher Anteil einer Fonds- oder Investitionsfinanzierung durch Kredite und andere rückzahlbare Verbindlichkeiten getragen wird.
Die Fremdkapitalquote beschreibt das Verhältnis von Fremdkapital zu einer festgelegten Bezugsgröße, etwa Gesamtfinanzierung, Vermögen oder Eigenkapital. Ohne Angabe dieser Bezugsgröße sind Prozentwerte nicht zuverlässig vergleichbar.
Fremdkapital kann die Eigenkapitalrendite erhöhen, wenn Erträge und Wertsteigerungen über den Finanzierungskosten liegen. Es verstärkt jedoch auch Verluste. Zinsen, Tilgungen und Kreditauflagen müssen unabhängig davon erfüllt werden, ob Ausschüttungen an Anleger möglich sind.
Steigende Zinsen, sinkende Bewertungen oder schwächere Einnahmen können Anschlussfinanzierungen erschweren. Kreditverträge können zusätzliche Tilgungen, Sicherheiten oder einen vorzeitigen Verkauf erforderlich machen. Bei Dachfonds kann Verschuldung auf mehreren Beteiligungsebenen bestehen.
Anleger sollten deshalb nicht nur eine einzelne Quote betrachten, sondern Kreditlaufzeiten, Zinsbindung, Beleihungsgrenzen und mittelbare Finanzierungen einbeziehen.