Dachfonds
Ein Dachfonds investiert überwiegend oder vollständig in andere Fonds. Anleger sind dadurch mittelbar an mehreren Zielfonds und deren Vermögenswerten beteiligt.
Ein Dachfonds investiert das Anlegerkapital nicht hauptsächlich direkt in Immobilien, Unternehmen oder Infrastrukturprojekte, sondern in Anteile anderer Fonds. Diese werden als Zielfonds bezeichnet. Dadurch entsteht eine mehrstufige Beteiligungsstruktur.
Die Dachfondsstruktur kann eine breitere Streuung über verschiedene Manager, Regionen, Anlageklassen oder Investitionszeitpunkte ermöglichen. Ob tatsächlich eine gute Diversifikation erreicht wird, hängt jedoch von den ausgewählten Zielfonds ab. Überschneiden sich deren Anlagen stark, kann trotz vieler Beteiligungen ein Klumpenrisiko bestehen.
Zu beachten ist außerdem die Kostenkaskade. Kosten und Vergütungen können sowohl auf Ebene des Dachfonds als auch in den Zielfonds anfallen. Auch Bewertungen und Ausschüttungen erreichen den Anleger nur mittelbar. Verzögerungen oder Wertänderungen in einem Zielfonds können sich auf den Nettoinventarwert und die Liquidität des Dachfonds auswirken.
Für die Analyse sind Auswahlkriterien, Zielfondsquote, Kostenoffenlegung und Berichterstattung besonders wichtig. Bei einem Blind-Pool-Dachfonds stehen die Zielfonds bei Zeichnung noch nicht vollständig fest. Dann beurteilt der Anleger vor allem Strategie, Auswahlprozess und die Leistungsfähigkeit des Managements.