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Blind Pool

Bei einem Blind Pool stehen bei der Zeichnung noch nicht alle konkreten Anlageobjekte fest. Anleger beurteilen daher vor allem Strategie, Auswahlregeln und Management.

Bei einem Blind Pool steht zum Zeitpunkt der Zeichnung noch nicht fest, in welche konkreten Vermögenswerte der Fonds investieren wird. Bekannt sind meist nur Anlageklasse, Zielregionen, Investitionskriterien und die geplante Strategie. Das Auswahlrisiko liegt damit in besonderem Maß bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft oder dem Fondsmanagement.

Für Anleger bedeutet das: Einzelne Immobilien, Unternehmen oder Zielfonds können vor der Anlageentscheidung noch nicht geprüft werden. Umso wichtiger sind klare Anlagebedingungen, nachvollziehbare Auswahlprozesse, Risikomischung und die Erfahrung der verantwortlichen Personen. Auch Regeln zu Fremdfinanzierung, Kosten und möglichen Interessenkonflikten gewinnen an Bedeutung.

Von einem Semi-Blind-Pool spricht man, wenn bereits ein Teil der Investitionen feststeht, weitere Anlageobjekte aber noch ausgewählt werden müssen. Die Übergänge sind fließend; entscheidend ist der tatsächliche Investitionsstand zum Zeitpunkt der Zeichnung.

Ein Blind Pool ist nicht automatisch schlecht oder besonders riskant. Er bietet dem Management Flexibilität und kann den Zugang zu später verfügbaren Investitionen ermöglichen. Gleichzeitig ist die Prognose unsicherer. Anleger sollten deshalb prüfen, welche verbindlichen Grenzen gelten und wie später über getätigte Investitionen berichtet wird.