Liquidation / Abwicklung
In der Liquidation werden Fondsinvestitionen veräußert, Forderungen eingezogen, Verbindlichkeiten beglichen und ein verbleibendes Vermögen verteilt.
Die Liquidation ist die geordnete Abwicklung einer Fondsgesellschaft nach ihrer Auflösung. Der Liquidator beendet laufende Geschäfte, veräußert Vermögenswerte, zieht Forderungen ein und begleicht Verbindlichkeiten. Erst danach kann ein verbleibendes Vermögen an die Anleger verteilt werden.
Die Abwicklung kann längere Zeit dauern. Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder Zielfondsanteile lassen sich nicht immer kurzfristig und zu angemessenen Preisen verkaufen. Auch offene Steuerfragen, Rechtsstreitigkeiten, Garantien oder noch nicht beendete Zielfonds können Schlusszahlungen verzögern.
Während der Liquidation können Teilzahlungen erfolgen. Sie sind nicht automatisch ein abschließender Gewinn, sondern können überwiegend aus zurückgeführtem Kapital stammen. Das endgültige wirtschaftliche Ergebnis steht häufig erst fest, wenn sämtliche Vermögenswerte verwertet und alle Verpflichtungen berücksichtigt wurden.
Bei einer geschlossenen Publikumsinvestmentkommanditgesellschaft muss der Liquidator jährlich sowie zum Ende der Abwicklung einen Abwicklungsbericht erstellen. Anleger sollten insbesondere Veräußerungserlöse, verbleibende Vermögenswerte, Rückstellungen, Kosten und den erwarteten Zeitplan verfolgen.