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Liquiditätsreserve

Die Liquiditätsreserve ist ein nicht langfristig investierter Geldbestand, mit dem ein Fonds laufende Kosten, Verpflichtungen und unerwartete Ausgaben decken kann.

Ein Fonds benötigt liquide Mittel, um Gebühren, Zinsen, Steuern, Investitionsnachschüsse oder andere Zahlungen fristgerecht leisten zu können. Dafür wird häufig eine Liquiditätsreserve eingeplant.

Eine angemessene Reserve kann verhindern, dass Vermögenswerte unter Zeitdruck verkauft oder kurzfristig teure Kredite aufgenommen werden müssen. Ist sie zu niedrig, steigt das Risiko von Zahlungsengpässen. Ist sie dauerhaft sehr hoch, kann dies die Rendite belasten, weil das Kapital nicht entsprechend der eigentlichen Strategie investiert ist.

Bei Dachfonds müssen zusätzlich mögliche Kapitalabrufe der Zielfonds berücksichtigt werden. Zusagen können über Jahre verteilt fällig werden und erfordern eine vorausschauende Liquiditätsplanung.

Anleger sollten Höhe, Zweck und Entwicklung der Reserve im Verhältnis zu offenen Verpflichtungen betrachten. Ausschüttungen aus vorhandener Liquidität dürfen nicht automatisch mit erwirtschafteten Gewinnen gleichgesetzt werden.