Anlageklasse
Eine Anlageklasse fasst Vermögenswerte mit ähnlichen wirtschaftlichen Merkmalen zusammen, beispielsweise Aktien, Anleihen, Immobilien oder Private Equity.
Anlageklassen ordnen Investitionen nach gemeinsamen Eigenschaften. Typische Kategorien sind Aktien, Anleihen, Immobilien, Infrastruktur, Private Equity oder liquide Mittel. Die Einteilung hilft dabei, Renditequellen, Risiken und Handelbarkeit eines Portfolios zu verstehen.
Eine Anlageklasse ist jedoch keine einheitliche Risikogruppe. Zwei Immobilieninvestments können sich durch Standort, Nutzung, Finanzierung und Mietstruktur stark unterscheiden. Ebenso umfasst Private Equity sehr unterschiedliche Unternehmensphasen, Branchen und Strategien.
Bei einem Dachfonds ist zu prüfen, in welche Anlageklassen die Zielfonds tatsächlich investieren. Bezeichnungen im Marketing können breiter oder enger sein als die verbindlichen Anlagebedingungen. Überschneidungen zwischen Zielfonds können außerdem eine vermeintliche Streuung verringern.
Für Anleger ist die Anlageklasse deshalb nur der erste Orientierungspunkt. Aussagekräftiger sind konkrete Vermögenswerte, Regionen, Laufzeiten, Fremdfinanzierung, Kosten und die Verteilung innerhalb des Gesamtportfolios.