Bewertungsstichtag
Der Bewertungsstichtag ist der Zeitpunkt, auf den sich eine Wertermittlung bezieht. Spätere Entwicklungen sind in diesem Wert grundsätzlich noch nicht enthalten.
Jede Bewertung bezieht sich auf einen bestimmten Zeitpunkt. Der Bewertungsstichtag legt fest, welche Marktinformationen, Geschäftszahlen, Wechselkurse und sonstigen Annahmen in die Wertermittlung eingehen.
Bei nicht liquiden Vermögenswerten kann zwischen Stichtag, Fertigstellung des Gutachtens und Veröffentlichung im Jahresbericht erhebliche Zeit liegen. Inzwischen eingetretene Veränderungen sind im ausgewiesenen Wert möglicherweise noch nicht berücksichtigt.
Bei Dachfonds kommt eine weitere Ebene hinzu: Der Dachfonds kann auf Bewertungen seiner Zielfonds angewiesen sein, die ihrerseits ältere Stichtage verwenden. Dadurch entsteht ein zeitlicher Versatz. Aktuelle Ereignisse können den wirtschaftlichen Wert bereits beeinflusst haben, ohne im letzten veröffentlichten NAV vollständig sichtbar zu sein.
Anleger sollten deshalb Wertangaben stets zusammen mit Datum und Quelle nennen. Ein isolierter Betrag ohne Bewertungsstichtag ist nur eingeschränkt aussagekräftig.