Verkaufsprospekt
Der Verkaufsprospekt beschreibt Fondsstruktur, Anlagestrategie, Risiken, Kosten und Beteiligungsbedingungen. Er ist eine zentrale Grundlage der Anlageentscheidung.
Der Verkaufsprospekt soll Anlegern ermöglichen, sich ein begründetes Urteil über die angebotene Beteiligung und ihre Risiken zu bilden. Bei geschlossenen Publikums-AIF enthält er unter anderem Angaben zu Anlagestrategie, Vermögensgegenständen, Laufzeit, Kosten, Finanzierung, Ausschüttungen, Risiken und beteiligten Unternehmen.
Der Prospekt muss als Ganzes gelesen werden. Einzelne Werbeaussagen, Prognosen oder hervorgehobene Renditeangaben können ohne die dazugehörigen Voraussetzungen und Risikohinweise missverständlich sein. Ergänzend sind Anlagebedingungen, Gesellschaftsvertrag, Treuhandvertrag und PRIIP-Basisinformationsblatt zu berücksichtigen.
Eine Prüfung oder Gestattung durch die BaFin ist kein wirtschaftliches Gütesiegel. Die Behörde bewertet nicht, ob die Anlage rentabel ist oder ob die im Prospekt dargestellten Erwartungen eintreten werden. Anleger tragen weiterhin das Risiko der tatsächlichen Entwicklung.
Bei später veröffentlichten wesentlichen Änderungen kann ein Prospektnachtrag relevant sein. Für eine rechtliche Prüfung kommt es außerdem darauf an, welche Prospektfassung dem Anleger wann zur Verfügung stand und ob Angaben zum damaligen Zeitpunkt richtig, vollständig und verständlich waren.