Eigenkapitalvolumen
Das Eigenkapitalvolumen bezeichnet das von Anlegern und gegebenenfalls weiteren Eigenkapitalgebern für einen Fonds oder eine Investition bereitgestellte Kapital.
Das Eigenkapitalvolumen ist der Teil der Finanzierung, der nicht als Fremdkapital zurückgezahlt werden muss. Bei einem geschlossenen Fonds stammt es häufig überwiegend aus den Zeichnungssummen der Anleger. Je nach Darstellung können Agio, Gründungsgesellschaftereinlagen oder noch ausstehende Einzahlungen unterschiedlich behandelt werden.
Das Eigenkapitalvolumen ist vom Gesamtinvestitionsvolumen zu unterscheiden. Dieses umfasst regelmäßig zusätzlich aufgenommene Kredite und kann deshalb deutlich höher sein. Auch Kommanditkapital und Nettoinventarwert sind andere Größen.
Für die wirtschaftliche Analyse ist wichtig, welcher Anteil des Eigenkapitals tatsächlich in Anlageobjekte fließt. Initialkosten, Vergütungen und Liquiditätsreserven vermindern oder verändern den unmittelbar investierten Betrag.
Anleger sollten deshalb auf Definition und Stichtag achten. Der Begriff „Fondsvolumen“ ist ohne nähere Erläuterung zu ungenau, um Kostenquote, Verschuldung oder Investitionsgrad verlässlich zu beurteilen.