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Haltedauer

Die Haltedauer ist der Zeitraum, in dem ein Fonds eine Investition besitzt oder ein Anleger seine Beteiligung voraussichtlich gebunden hält.

Der Begriff Haltedauer kann sich auf zwei Ebenen beziehen. Auf Fondsebene beschreibt er den Zeitraum zwischen Erwerb und Verkauf eines Anlageobjekts. Auf Anlegerebene meint er die Dauer vom Beitritt bis zur Veräußerung, Rückzahlung oder Liquidation der Beteiligung.

Die geplante Haltedauer beeinflusst Strategie, Finanzierung und erwartete Erträge. Bei Immobilien müssen beispielsweise Mietentwicklung und spätere Verkaufsmöglichkeiten berücksichtigt werden. Bei Private Equity benötigt die operative Entwicklung eines Unternehmens häufig mehrere Jahre.

Eine empfohlene oder geplante Haltedauer ist nicht automatisch ein fester Rückzahlungstermin. Marktbedingungen, Laufzeitverlängerungen und eine länger dauernde Abwicklung können die tatsächliche Kapitalbindung verlängern.

Anleger sollten Haltedauer, Fondslaufzeit, Kreditlaufzeiten und Rückgabemöglichkeiten zusammen betrachten. Wer früher auf sein Kapital angewiesen ist, trägt das Risiko eines schwierigen oder verlustreichen Zweitmarktverkaufs.