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Weichkosten

Weichkosten sind anfängliche Aufwendungen, die nicht unmittelbar dem Erwerb oder der Herstellung der Anlageobjekte dienen, etwa Vertrieb und Konzeption.

Der Begriff Weichkosten wird vor allem bei geschlossenen Fonds für Aufwendungen verwendet, die nicht direkt in das eigentliche Anlageobjekt fließen. Dazu können Vertrieb, Konzeption, Beratung, Prospekterstellung, Gründung und Kapitalbeschaffung gehören.

Welche Positionen einbezogen werden, ist nicht einheitlich. Deshalb sollte nicht nur eine pauschale Quote betrachtet werden. Entscheidend ist die vollständige Mittelverwendungsrechnung und die Frage, welche Leistungen den Kosten gegenüberstehen.

Hohe Weichkosten erhöhen die wirtschaftliche Hürde des Fonds: Die Investitionen müssen zunächst diese Belastung erwirtschaften, bevor ein positiver Gesamterfolg für Anleger entsteht. Ein zusätzlich gezahltes Agio kann einen Teil finanzieren, deckt aber nicht zwingend alle Initialkosten.

Weichkosten sind von laufenden Fonds-, Transaktions- und Finanzierungskosten zu unterscheiden. Bei Dachfonds können vergleichbare Kosten auf mehreren Ebenen anfallen.