Zielfondskosten und Kostenkaskade
Bei einer Kostenkaskade entstehen Vergütungen und Aufwendungen auf mehreren Beteiligungsebenen, insbesondere im Dachfonds und zusätzlich in den Zielfonds.
Ein Dachfonds trägt eigene Kosten für Verwaltung, Vertrieb, Verwahrstelle, Prüfung und weitere Aufgaben. Zusätzlich belasten die Zielfonds ihre Vermögen mit Management-, Transaktions- und gegebenenfalls erfolgsabhängigen Vergütungen.
Diese Kosten werden nicht immer als unmittelbare Zahlung des Dachfonds ausgewiesen. Sie mindern zunächst den Wert oder die Ausschüttungen des Zielfonds und wirken dadurch mittelbar auf den Dachfonds. Weitere Beteiligungs- oder Objektgesellschaften können zusätzliche Kostenebenen schaffen.
Rückvergütungen, Gebührenrabatte oder Anrechnungsmechanismen können die Belastung reduzieren. Ob sie bestehen und wem sie zugutekommen, ergibt sich aus den Fondsunterlagen.
Anleger sollten deshalb nicht nur die Kostenquote des Dachfonds betrachten. Aussagekräftig ist eine Gesamtsicht auf Initialkosten, laufende Gebühren, Performance Fees und Transaktionskosten aller Ebenen. Eine breite Streuung kann wirtschaftlich sinnvoll sein, muss aber nach Kosten beurteilt werden.